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Kieler Störche früh am Boden

Borussia Dortmund dank 4:0 beim Viertligisten im Halbfinale

Eine spielerische Gala wars nicht gerade. Dennoch erreichte Borussia Dortmund locker und ungefährdet das DFB-Pokal-Halbfinale. Viertligist Holstein Kiel hatte beim 0:4 nie die Chance auf einen Coup.

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SID
Artikelbild: Borussia Dortmund dank 4:0 beim Viertligisten im Halbfinale Die Kieler Störche lassen den Kopf hängen, die Dortmunder jubeln verhalten nach ihrem 4:0-Pokalsieg beim Regionalligisten. Foto: dpa

Kiel Borussia Dortmund hat mit eiskalter Effizienz das Pokal-Märchen von Holstein Kiel beendet und träumt vom ersten Double in der Vereinsgeschichte. Der deutsche Meister und Bundesliga-Tabellenführer siegte souverän mit 4:0 (2:0) im Viertelfinale des DFB-Pokals beim Nord-Regionalligisten und zog erstmals seit vier Jahren wieder in die Runde der letzten Vier ein.

Bei Minusgraden auf hart gefrorenem Rasen entmutigte der zweimalige Pokalsieger den Außenseiter schnell, indem er die ersten beiden Torchancen durch Robert Lewandowski (11.) und Shinji Kagawa (18.) gleich zur entscheidenden 2:0-Führung nutzte. Damit stand früh fest, dass der in der Bundesliga seit 14 Spielen ungeschlagene BVB nicht das vierte prominente Opfer der Kieler Pokalhelden wurde - die Störche waren schnell am Boden. Der eingewechselte Lucas Barrios (80.) und Ivan Perisic (87.) beseitigten die letzten Zweifel.

100 Jahre nach ihrem einzigen Meistertitel hatten die Kieler für das "Jahrhundertspiel" vor 11 522 Zuschauern im ausverkauften Holstein-Stadion extra einen neuen Rasen verlegt und ihn mit einem 150 000 Euro teuren Klimazelt erwärmt. Mit dem dennoch hart gefrorenen Untergrund kamen zunächst auch die "Störche", die zuvor die Zweitligisten Energie Cottbus und MSV Duisburg sowie den Bundesligisten Mainz 05 ausgeschaltet hatten, besser zurecht. Doch nach dem schnellen 0:2-Rückstand wuchs der Respekt des Regionalliga-Zweiten vor dem Favoriten minütlich. Der BVB konnte weitgehend ungestört kombinieren. Auch nach der Pause geriet der Sieg der Dortmunder nicht mehr ernsthaft in Gefahr. Die Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp bestimmte weiter das Spiel und ließ kaum Chancen des Viertligisten zu. Kiel mühte sich nach Kräften, musste die Aussichtslosigkeit des Unterfangens aber immer deutlicher erkennen. Kurz vor Schluss machte der in der 67. Minute eingewechselte Barrios alles klar, ehe Perisic einen indirekten Freistoß aus acht Metern verwandelte.

08.02.2012 - 08:30 Uhr

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