Sieben Nachwuchsathleten der LG Steinlach bescherten dem noch jungen Verein bei den württembergischen Schüler-Hallenmeisterschaften in Ulm ein Rekordergebnis: Vier Meistertitel und acht Finalteilnahmen heißt die stolze Bilanz.
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Die erfolgreiche Nachwuchs-Riege der LG Steinlach (hinten von links): Tim Holzapfel, Marc Müller, Sören Rath und Franziska Steger. Vorne von links: Trainer Pit Schlegel, Jule Eissler, Liz Ayen, Luise Kessler, Trainer Martin Grundmann. Bild: LG
Ulm. Für die Glanzlichter aus der Sicht der Steinlachtäler sorgte der 14-jährige Marc Müller, der sich in blendender Verfassung präsentierte. War er im 60 Meter-Vorlauf noch um eine Hundertstel an der Tagesbestzeit gescheitert, legt er im A-Finale einen fulminanten Start hin und gewann mit der starken persönlichen Bestzeit von 7,56 Sekunden deutlich vor seinen Hauptkonkurrenten aus Sigmaringen und Renningen.
Müllers Teamkollege Sören Rath hatte ebenfalls das Finale erreicht und kam in persönlicher Bestzeit von 7,93 Sekunden auf den fünften Rang. Gleich nach dem Sprintfinale trat Marc Müller dann zum Stabhochsprung an. Mit der zweitbesten Vorleistung angereist, steigerte er seine persönliche Bestleistung um 30 Zentimeter auf 2,70 Meter. Als er damit seinen zweiten Meistertitel geholt hatte, verzichtete er auf die weiteren Versuche über 2,80 Meter, um sich auf die 60 Meter Hürden zu konzentrieren. Schon im Vorlauf erzielte er eine Bestzeit, im Finale lag er erst zurück, fing aber im Spurt nach Fotofinish noch alle Gegner ab und siegte in 9,14 Sekunden – fast eine ganze Sekunde über seinen alten Bestmarke.
Für den vierten Titel der LG Steinlach sorgte sein gleichaltriger Vereinskamerad Sören Rath, der im Weitsprung als Mitfavorit angereist war. Gleich im ersten Versuch erzielte er mit der neuen Bestleistung von 5,59 Meter eine Weite, an der sich alle anderen Teilnehmer an diesem Tag die Zähne ausbeißen sollten. Rath trat noch im Kugelstoßen an und erreichte mit der Vier-Kilo-Kugel 11,29 Meter. Damit verfehlte er das Podium nur knapp. Haarscharf verfehlten gleich drei Steinlach-Starterinnen in der Altersgruppe W 14 im Fünfer-Sprunglauf, einer Vorstufe zum Dreisprung, die Bronzemedaille. Luise Kessler lag nach dem Vorkampf überraschend auf Rang drei und steigerte sich im letzten Versuch nochmals auf 15,25 Meter. Doch eine Konkurrentin sprang kurz darauf noch einen Zentimeter weiter.
Die Teamkolleginnen Anja Eissler und Jule Eissler belegten in der gleichen Disziplin mit 15,24 und 15,11 Meter die Ränge fünf und sechs. Zuvor hatten die beiden schon starke Leistungen im 60 Meter-Sprint gezeigt. Anja Eissler verbesserte sich auf 8,37 Sekunden und erreichte den A-Endlauf, in dem sie auf den siebten Rang sprintete. Jule Eissler hatte das A-Finale zwar noch knapp verpasst, gewann dann aber den B-Endlauf in neuer Bestzeit von 8,40 Sekunden.
In der Schülerklasse M 15 ging Tim Holzapfel in vier Wettbewerben an den Start. Sowohl im Hochsprung mit 1,66 Meter als auch im Weitsprung mit 5,33 Meter kam er jeweils bis auf einen Zentimeter an seine Bestleistungen heran. Im 60 Meter Hürdensprint kam er in 9,15 Sekunden auf den fünften Platz. Im Fünfer-Sprunglauf wurde er mit 16,03 Meter Siebter. Franziska Steger durfte sich über 60 Meter-Hürden über die neue Bestzeit von 10,80 Sekunden freuen.
LAV-Nachwuchs mit
Top-Ten-Platzierungen
Nicht ganz so erfolgreich kehrte der Leichtathletik-Nachwuchs der LAV Tübingen aus Ulm zurück. Am besten schnitt Gideon Wheeler ab, der im Hochsprung der U 14 als Vierter mit 1,56 Meter knapp am Podest vorbei sprang. Im Fünfer-Sprunglauf der W 15 landete Lennart Widmayer bei starken 17,09 Meter auf dem fünften Platz, LAV-Teamkollege Joseph Raidt mit 15,40 Meter einen Rang dahinter. Bei den gleichaltrigen Mädchen belegte Anna Mensen mit 15,06 Meter den achten Platz. Auf den gleichen Platz kam Pauline Bruckner in der W 14 mit 1,40 Meter im Hochsprung. „Die Leistungen waren gut, sind aber noch ausbaufähig“, bilanzierte LAV-Trainer Andreas Gau.bs