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Kommentar

Ohne Anton Schlecker, klar

Was Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz auf der fast schon historischen Pressekonferenz bei Schlecker vor zehn Tagen sagte, präzisierte Lars Schlecker gestern. Sein Vater werde sich in einem halben Jahr ganz aus dem operativen Geschäft zurückziehen.

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HELMUT SCHNEIDER

Man ist an dieser Stelle geneigt zu sagen: Das ist auch das Mindeste, was man erwarten darf. Das neue Instrument einer so genannten Planinsolvenz zielt zwar ausdrücklich und auch zu Recht darauf ab, einem gescheiterten Unternehmer eine zweite Chance zu geben. Anton Schlecker aber ist nicht der Normal-, sondern der Ausnahmefall. Er geht auf die 70 zu und steht als eigenwilliger Patriarch wie nur wenige für das gesamte Unternehmen. Sein vollständiger Rückzug ist damit so etwas wie die Vorbedingung jedes glaubwürdigen Neustarts.

Ein Zweites hat der Sohn präzisiert, was der Insolvenzverwalter auch schon angedeutet hatte: Schlecker bemüht sich um neue Kapitalgeber. Auch das folgt gewissermaßen zwingend betriebswirtschaftlicher Logik: Wo kein eigenes Vermögen mehr da ist, wenig aus Immobilien- oder anderem Besitz versilbert werden kann, muss die finanzielle Auffrischung von Dritten kommen.

Das ist momentan die spannende Frage, die vorerst noch unbeantwortet bleibt: Wer investiert in Schlecker?.

09.02.2012 - 08:30 Uhr

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