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Rekord bei freien Stellen

Mitarbeiter im Metall- und Maschinenbau gesucht

So viele offene Stellen registrierte die Reutlinger Arbeitsagentur in einem Januar schon lange nicht mehr. Besonders im Metall- und im Maschinenbau werden neue Mitarbeiter gesucht.

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Volker Rekittke
Artikelbild: Mitarbeiter im Metall- und Maschinenbau gesucht

Tübingen/Reutlingen. Fast 600 Stellen wurden der Reutlinger Arbeitsagentur (sie ist für die Kreise Tübingen und Reutlingen zuständig) im Januar neu gemeldet. Das ist ein Plus von knapp 22 Prozent gegenüber Januar 2011. Selbst im Boom-Jahr 2008 gab es zum Jahresbeginn nicht so viele neue Stellenangebote. Insgesamt hat die hiesige Arbeitsagentur derzeit mehr als 2100 offene Stellen in ihrer Datenbank – im Bestand sind damit über 60 Prozent mehr freie Stellen als ein Jahr zuvor. Besonders gesucht sind laut Agenturchef Ulrich Häfele Mitarbeiter im Metall- und Maschinenbau. Aber auch im Kfz-Gewerbe (Handel und Reparatur), für Logistik und Lager (etwa LKW-Fahrer und Lagerarbeiter) suchen manche Firmen derzeit händeringend Verstärkung. Häfele: „Auch für Arbeitnehmer mit geringerer Qualifikation gibt es derzeit mehr Jobangebote als gewöhnlich.“

Saisonal bedingt stieg die Zahl der Jobsuchenden auf 9629. Damit lag die Arbeitslosenquote für den Gesamtbezirk der Arbeitsagentur Reutlingen im Januar bei 3,7 Prozent – ein Plus von 0,3 Prozentpunkten im Vergleich zum Dezember. Ein Jahr zuvor lag die Quote allerdings noch bei 4,4 Prozent. Die Quote im Januar im Landkreis Reutlingen: 4,0 (+0,3), Landkreis Tübingen: 3,4 Prozent (+0,3); die Hauptagentur Reutlingen (Stadt) meldete 4,3 Prozent (+0,4), die Geschäftsstellen in Münsingen 2,8 Prozent (+0,2) und die in Bad Urach 3,1 Prozent (+0,2). Dazu Häfele: „Es handelt sich um ein saisonales Phänomen – im Winter gibt es immer eine Beruhigung auf dem Arbeitsmarkt.“ Und schließlich: „Der Zuwachs an Arbeitslosen ist bei uns schwächer ausgefallen als im gesamten Südwesten.“

Deutlich geringer war allerdings der Rückgang (im Vergleich zum Januar 2011) bei den Langzeitarbeitslosen im Bezirk – minus 10 Prozent im Vergleich zu minus 25 Prozent bei Menschen, die weniger als ein Jahr arbeitslos gemeldet sind. „Wie erwartet, kommt der wirtschaftliche Aufschwung bei den Arbeitslosen der Jobcenter zeitlich verzögert an“, so Häfele.

01.02.2012 - 08:30 Uhr

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