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Feuilleton

Drastischer Personalabbau am Theater

Nach mehreren vergeblichen Versuchen, das Mecklenburgische Staatstheater Schwerin auf eine sichere Finanzbasis zu stellen, soll nun ein drastischer Personalabbau das Haus retten. Etwa 60 der 320 Mitarbeiter droht die Entlassung.

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DPA

Schwerin "Das Land hat uns deutlich zu verstehen gegeben, dass wir nicht mit zusätzlichem Geld von dort rechnen können. Wir müssen das Sanierungsprogramm umsetzen. Mit all den dramatischen Folgen für die Qualität dieses traditionsreichen Hauses und für die betroffenen Menschen", sagte Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow (Linke) gestern in Schwerin.

Gramkow kritisierte, trotz 250 Millionen Euro Überschuss im Landesetat 2011 würden keine Zusatzmittel für Kultur bereitgestellt. Dem Staatstheater fehlen für das laufende Jahr 1,4 Millionen Euro. Nur wenn die Stadtvertreter auf einer Sondersitzung am Montag dem Rettungspaket zustimmen, kann die Insolvenz abgewendet werden. Gramkow rechnet aber mit einer klaren Mehrheit und hat Pläne, wo der Großteil des Geldes herkommen soll: "Von den Umlandgemeinden erhält Schwerin 1,17 Millionen Euro als Ausgleich. Dieses Geld wird 2012 ausschließlich dem Theater zugutekommen. 200 000 Euro muss das Haus selbst noch einsparen."

Nach Angaben von Theater-Intendant Joachim Kümmritz haben die Einsparungen unmittelbare Folgen. Der beabsichtigte Personalabbau sei aus künstlerischer Sicht eine Katastrophe und führe zu einer Ausdünnung des Angebots.

09.02.2012 - 08:30 Uhr

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