Kulturphänomen (31)

Es passiert eher selten. Aber häufig genug, um einmal untersucht zu werden – zumal es eines der erklärungsbedürftigsten kulturellen Phänomene darstellt. Die Rede ist vom Zusammenstoß zweier Fußgänger, beziehungsweise vom Beinahe-Zusammenstoß – der Aufprall kann meist noch vermieden oder in eine mit mancherlei Uuups!- Oder Huch! -Ausrufen begleitete, kurze Umarmung umgebogen werden.
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08.02.2012
Kuren mit Luise und Utamaro

Eine temporäre „interaktive Installation im Kopfkissenbuch der Wiedervereinigung“ hat Dietmute Zlomke in der Uhlandstraße 5 eingerichtet. Wir waren vor Ort und haben uns umgesehen.
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07.02.2012
Tübingen
Die Kunsthalle Tübingen blickt mit einer Ausstellung auf einige ihrer größten Besucher-Flops zurück.
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07.02.2012
Frau Prosperas süßer Racheverzicht

Tübingen. Shakespeares „Sturm“ – am Lindenhof ist das keine leicht aktualisierte, mit Strichen und mancher Modernisierung versehene Neuübersetzung, vielmehr handelt es sich bei Kathrin Krumbeins Fassung um ein neues Stück, das sich die zeitgemäße Wiedergabe der Shakespeare-Stückessenz zur Aufgabe macht. „Ein Sturm – nach Shakespeare“ wäre präziser gewesen. Aber auch kleinlicher, vorsichtiger.
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04.02.2012
Gott und Gender

Reutlingen. Das Publikum verteilt der Regisseur strikt nach Geschlecht auf zwei Tribünen, getrennt von einem sparsamen Bühnenbild, das aus einem Laufsteg aus leeren Bierkisten besteht. In den letzten Jahren hat Euripides‘ „Die Bakchen“ als gesellschaftspolitische Zeitdiagnose eine Renaissance auf den europäischen Theaterbühnen erlebt.
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03.02.2012
Für Uhlands Nase

Als Objekt des Monats Februar stellt das Stadtmuseum ein Stofftaschentuch von Ludwig Uhland (1787-1862) aus. Es ist in der Vitrine neben der Eingangstür des Museums ausgestellt und kann auch von außen betrachtet werden. Eine Urenkelin von Dr. Rudolph Landerer schenkte 2009 dem Stadtmuseum das Stofftaschentuch, das zuvor im Besitz ihres Urgroßvaters war.
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02.02.2012
Sturmschäden am Haus der Architektin

Nach „Herzattacken“ und „Viel Lärm um nichts“ ist’s der dritte Shakespeare am Lindenhof. „Der Sturm“ – deutsche Uraufführung war übrigens 1761 im Ländle, in Biberach – bläst allerdings sehr aufgefrischt, wie bei einem Kurzbesuch des Produktionsduos Albrecht Hirche / Kathrin Krumbein im TAGBLATT klar wurde.
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31.01.2012
Der beste Sex des Alltags

Tübingen.Im LTT-Ensemble gibt es einige in Bands spielende Musiker. Seit Samstag weiß man, dass das auch für die Abteilungen hinter den LTT-Kulissen gilt. Denn das war ihr Abend.
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30.01.2012
Bellende Bratsche und Bär

Zu einer amüsanten Opern-Parodie aus dem frühen 19. Jahrhundert auf Mozarts „Zauberflöte“ luden am Samstagabend fünf Künstler der Tübinger Kammeroper.
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28.01.2012
Der Schauer süßer Gefahr

Reutlingen. Sonnenschein, Teich, Platanen und inmitten des romantischen Idylls Effi, die „Tochter der Luft“, auf der Schaukel. Die Mutter prophezeit eine Musterehe, der Vater besorgt die Einrichtung, die Freundinnen neiden und die frisch Verlobte freut sich kindlich über das Abenteuer: „Freilich, jeder wäre der Richtige…“ Das Monospektakel-Festival des Reutlinger Theaters in der Tonne, das in die zweite Runde geht, folgt dem Konzept „ein/e Darsteller/in in einem Stück“. Und das funktioniert auch mit Theodor Fontanes Effi Briest, wie Regisseurin Karin Eppler und Tonne-Schauspielerin Chrysi Taoussanis zeigen.
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27.01.2012
Dramatisch aufgeladen

Mit Lyonel Feininger präsentiert das Kunstmuseum Spendhaus wieder einmal einen ganz großen Namen. Die Ausstellung „Ein Sinnbild höherer Wirklichkeit“ gibt einen Einblick in das reiche druckgrafische Schaffen des Künstlers.
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