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Fanta 4 in Stuttgart

Das schönste Geschenk für Thomas D & Co.

Die Fantastischen Vier feiern in der Schleyerhalle einen rauschenden Tourabschluss mit viel Technik und bester Laune vor rund 12 000 Besuchern.

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CLAUDIA REICHERTER
Artikelbild: Das schönste Geschenk für Thomas D & Co. Ihre Rundbühne bauten die Fantas zum Schluss noch in Stuttgart auf. Foto: cli

Stuttgart Originell und durchaus mutig bereiten Phrasenmäher rund 12 000 Fans auf die große Fanta-4-Tourabschlusssause in der Schleyerhalle vor. Originell sind die Texteund mutig ist die Tatsache, dass das Trio neben Pop auch Altmodisches wie "die traurige Ballade von Käptn Krück" im Repertoire hat.Nach deren kurzem Set wird das Publikum unruhig, ruft und klatscht die Protagonisten des Abends herbei.

Strahler tanzen über die Köpfe der Fans hinweg. Die von einem weißen Vorhang verhüllte Rundbühne in der Hallenmitte gibt tanzende Schatten von Thomas D, And.Ypsilon, Smudo und Michi Beck preis. Zusammen sind das Die Fantastischen Vier, und das schon seit mehr als 20 Jahren. Am letzten Tag ihrer "Für Dich Immer Noch Fanta Sie"-Tour machen sie in ihrer Heimatstadt Stuttgart Station. Endlich. Das Laken fällt. Nichts dahinter.

Eine leere Plattform halb verhüllt von grün angestrahltem Trockennebel. Allzu lange aber lassen die drei Rapper, ihr Soundmann und die fünfköpfige Band nicht auf sich warten. Erst taucht And.Ypsilons Beatstation aus der Versenkung auf, nach und nach kommt der Rest.

Auf "Spießer" vom 1991er Debüt folgt der Opener des aktuellen Albums, "Wie Gladiatoren". Bässe wabern aus an der Decke rund um eine Art digitalen Kronleuchter befestigten Boxen. Michi Beck, Smudo und Thomas D hüpfen ganz in Schwarz bestens gelaunt über die Bühne. Ringsum fliegen tausende Arme in die Höhe. Keine Frage, hier sind die Vier zuhause, hier wurden sie sehnlichst erwartet, und hier feiern sie zwei Stunden lang ein knallbuntes Weihnachtsfest mit einem Großaufgebot an Technik, Hits aus zwei Jahrzehnten und neuen Stücken zwischen bretternden Techno-Sounds und einfühlsamem Lounge-Jazz. "Gebt uns ruhig die Schuld", "Picknicker", "Danke", "Sie ist weg", "MfG" - und nach einer Stunde einer der Höhepunkte: "Der Krieger". Getoppt wird das nur noch vom Zugabenblock mit "Frohes Fest", dem von Gitarrist Markus Birkle kraftvoll rockig getragenen "Ernten was wir säen" und "Troy".

"Ein schöneres Weihnachtsgeschenk hätts nicht geben können", strahlt Thomas D ins Publikum. Das strahlt tausendfach zurück.

24.12.2011 - 08:36 Uhr | geändert: 24.12.2011 - 09:41 Uhr

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