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Bürgermeisterwahl in Starzach

Amtsinhaber Thomas Noé siegt deutlich mit 68,7 Prozent

Starzach. Der alte Schultes ist auch der neue: Amtsinhaber Thomas Noé hat die Bürgermeisterwahl in Starzach auf Anhieb und mit großem Vorsprung gewonnen. Er erreichte 68,7 Prozent der Stimmen. Michael Rilling kam nur auf 30,1 Prozent, Wolfgang Schäfer landete weit abgeschlagen bei 1,2 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 72,2 Prozent. 2.385 Wahlberechtigte gingen zur Wahl.

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Manfred Hantke

Genau 3.305 Wahlberechtigte waren am Sonntag in den fünf Teilorten aufgerufen, den alten oder einen neuen Bürgermeister zu wählen. Zur Wahl standen der 44-jährige Amtsinhaber Thomas Noé, der 34-jährige Polizeihauptkommissar Michael Rilling und der 53-jährige Unternehmensberater Wolfgang Schäfer.

Knapp 200 Leute drängten sich am Abend im Bierlinger Bürgerhaus, um die Bekanntgabe der Ergebnisse hautnah mitzuerleben. Unter den Gästen war auch Rottenburgs OB Stephan Neher und Tübingens Landrat Joachim Walter.

Das kleine Sulzau war zuerst ausgezählt, da hatte Noé 73,5 Prozent der Stimmen geholt. Als nächstes lieferte Börstingen die Zahlen, auch da siegte der Amtsinhaber mit großem Vorsprung. Als auch die Felldorfer dem 44-jährigen Noé die meisten Stimmen gaben, hätte aus Konkurrentensicht schon ein kleines Wunder geschehen müssen, um einen zweiten Wahlgang zu erreichen.

Doch auch in Bierlingen und schließlich in Wachendorf, dem Wohnort Rillings, siegte der Amtsinhaber. Nachdem alle Wahlbezirke ausgezählt waren, gab es großen Jubel bei den Anhängern von Noé, Entsetzen hingegen bei den Konkurrenten. Mit einem solch klaren Ergebnis hatte wohl kaum einer nach den emotional geführten Debatten im Vorfeld der Wahl gerechnet.

Rilling erwies sich als fairer Verlierer. Er gratulierte dem Sieger und sagte, man solle nun nach vorne blicken, er hoffe, dass der Streit in Starzach beigelegt werde. So manchem Bürgermeister-Kollegen sprach Landrat Joachim Walter aus der Seele, der mit Blick auf die anonymen Bezichtigungen eine Ende der "modernen Brunnenvergifterei" forderte.

So wählten die Felldorfer: 76 Prozent (320 Stimmen) wollten Noé wieder zum Schultes haben. Rilling kam auf 23 Prozent (97 Stimmen) und Schäfer auf ein Prozent (4 Stimmen).

Artikelbild: Amtsinhaber Thomas Noé siegt deutlich mit 68,7 Prozent Wahlleiterin Jutta Keller gratuliert Thomas Noé. Links Bürgermeister Manfred Schmiderer, Gomaringen, daneben Kerstin Noe, rechts Landrat Joachim Walter. Groebe

So wählten die Börstinger: Dort kam Noé auf 63,9 Prozent (202 Stimmen), Rilling erreichte 36,1 Prozent (114 Stimmen) und Schäfer ging leer aus.

So wählten die Sulzauer: Noé erreichte dort 73,5 Prozent (97 Stimmen). Rilling kam auf 25 Prozent (33 Stimmen) und Schäfer auf 1,5 Prozent (2 Stimmen).

So wählten die Bierlinger: 78,2 Prozent (498) gaben Noé ihre Stimme, 19,9 Prozent (127) Rilling und 1,9 Prozent (12) Schäfer.

So wählten die Wachendorfer: Knapp fiel dort der Sieg für den Amtsinhaber aus. Aber auch im Wohnort von Rilling kam Noé über die 50-Prozent-Marke. Er lag hier bei 54,8 Prozent (296 Stimmen). Rilling erreichte in Wachendorf sein bestes Ergebnis mit 43,9 Prozent (237 Stimmen). Schäfer kam auf 1,3 Prozent (7 Stimmen).

Auch die Briefwähler wollten mehrheitlich an Noé festhalten. Von den 324 Starzachern, die ihr Kreuz per Brief abgaben, stimmten 66,7 Prozent (216 Stimmen) für den Amtsinhaber, 32,4 Prozent (105 für Rilling) und 0,9 Prozent (3 Stimmen) für Schäfer.

Info:

Ein Video vom Wahlabend im Bürgerhaus Bierlingen zeigen wir am späten Abend.

29.01.2012 - 18:50 Uhr | geändert: 30.01.2012 - 00:09 Uhr

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