Ob in Altingen, Kirchentellinsfurt, Dettenhausen oder Kusterdingen: Überall staubten die Narren die Häser ab. In Poltringen taten sie es in der PFC-Halle.
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Wer ein echter Bockmoster werden möchte, übt sich am besten früh. Beim Häsabstauben in der Halle des Poltringer Fasnets-Clubs (PFC) zeigten auch die jüngsten Weißnarren ihren Tanz. Der Club hat in seinen Reihen etwa 80 aktive ältere und 35 junge Bockmoster, die 1967 von Walter Ulrich entworfen wurden. Bild Faden
Poltringen. Gut 200 Leute kamen gestern zum Häsabstauben in die Halle des Poltringer Fasnets-Clubs. Als die Lumpenkapelle Blechhaufa von der Eingangsmelodie „Stille Nacht, heilige Nacht“ auf „Rock araound the Clock“ umschaltete, war die Poltringer Fasnets-Saison 2012 endgültig eingeleitet.
Zunächst hieß der Vorsitzende des Poltringer Fasnets-Clubs, Armin Flaisch, die Versammelten willkommen und begrüßte besonders die Ehren-Zunftmeister Siegfried Flaisch, Oskar Großmann und Willy Schmidt sowie die Ehrenmitglieder Otmar Beck und Ursula Finck. Als Mischung aus Bajazzo und Zauberer weckte Claus Hüls die verschlafenen Narren mit Hilfe eines aus Narrensamen gebrauten magischen Tranks. Dazu schwor er Mitglieder der verschiedenen Narren-Sektionen stellvertretend auf die fünfte Jahreszeit ein. Blechhaufa-Chefin Elke Göhring kippte dabei theatralisch um.
Die kleinen Hexen und Bockmoster zogen bald durch den Saal und staubten ab, was man nur abstauben konnte. Das konnte, neben den Häsern, auch manches Gesicht eines Erwachsenen sein.
Für den Showtanz der Teenies hatte Betreuerin Petra Kuhn eine Box-Choreografie ersonnen. Die Mädchen kamen in weiten Kutten herein, ehe sie sich in knappen Hot Pants zeigten, die ebenso wie die stilisierten Handschuhe aus Paillettenstoff gefertigt waren. Tags zuvor war die Betreuerin noch schnell unterwegs, um fehlende Strumpfhosen zu kaufen.
Bis zum Beginn der Veranstaltung um drei Uhr nachmittags war Petra Kuhn darauf eingestellt, „auf den letzten Drücker noch etwas nähen“ zu müssen. Später tanzte sie selbst beim Gardemarsch der blauen Garde mit, die ihr kleines Kleiderproblem gelöst hatte.
Mit den Mostweible zeigte sich die vorletzte Abteilung des Poltringer Fasnet-Clubs. Danach präsentierte die Showtanzgruppe, geleitet von Kathrin Weikum, ein spektakuläres Programm – vor allem mit waghalsigen Hebeübungen. Für ihr Motto „Spacefight“, inklusive silbern-pinkfarbener Schminke mussten sie sich im Vorfeld viel Zeit nehmen: Es brauchte eine halbe Stunde, bis allein eine einzige Tänzerin hergerichtet war.