Förderkreis sucht für Kasse und Gehölzschnitt noch Helfer
Freiwillige sollen das Freibad der Gemeinde Ammerbuch in Entringen attraktiver machen und helfen das Defizit zu senken. Jetzt können sie anpacken.
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Mario Beisswenger
Mit dem Einsatz von Freiwilligen soll das Entringer Freibad für Besucher noch attraktiver und für die Gemeinde billiger werden. Privatbild
Entringen. „Ich sehe keine größeren Schwierigkeiten. Das werden wir hinkriegen mit unserem Bad.“ Lisa Blessing, neue Fachangestellte für Bäderbetriebe (Schwimmmeisterin), im Entringer Freibad, brachte Elan mit ins Treffen von Ammerbuchs Verwaltungsspitze und dem Förderkreis fürs Bad am Montagabend in der Entringer Kelter.
Minus von bis
zu 180 000 Euro
Es war schon das vierte Treffen, und mit fast 40 Teilnehmenden und vier festen Arbeitsgruppen sieht es auch so aus, als ob eine ehrenamtliche Unterstützung fürs defizitäre Entringer Freibad zustande kommt. Das durchschnittliche Jahresminus beträgt je nach Wetter zwischen 150 000 und 180 000 Euro. Bürgermeister Friedrich von Ow hofft, dass die freiwillige Unterstützung „zumindest keine Mehrkosten für die Gemeinde erzeugt“. Eine unmittelbare Entlastung könnte ein Kassendienst bringen.
Dietrich Weichold stellte vor, wie sich die dreiköpfige Arbeitsgruppe zum Thema die Unterstützung von Blessing und Rettungsschwimmerin Eva Rommel beim Eintritt vorstellt. Weichold wollte „ein 150-prozentig sicheres System“. Das sieht so aus, dass sich immer zwei Personen zusammentun und eine Zwei-Stunden-Schicht übernehmen. Sie machen untereinander verbindlich aus, wer an der Kasse sitzt. Können beide nicht, müssen sie auf eine fest eingeplante dritte Person zurückgreifen können. Wenn es kalt ist und regnet, können die Freiwilligen zu Hause bleiben, dann kommen die Festangestellten alleine zurecht.
Die Teams können sich für beliebig viele Schichten anmelden. Außerhalb der Ferien nur nachmittags. Es sei denn, es gibt genug Freiwillige, die sich entschließen können, wenigstens einmal die Woche ab sechs Uhr einen Frühschwimmertag zu garantieren. Weichold würde die Ehrenamtlichen gerne für mindestens 20 Schichten über die Saison einplanen können, damit sich die Einarbeitung lohnt. Von Ows Einschätzung zu dieser Arbeit: „Das muss zuverlässig funktionieren, ist aber überschaubar.“
Das Rathaus möchte bis 10. Februar wissen, ob sich genug Freiwillige finden, sonst müsste die Gemeinde eine Saisonkraft anstellen. Nach Erfahrungen vom Freibad-Verein Dettenhausen würden rund 15 Personen reichen, um den Kassendienst abzudecken, berichtete Gemeinderat Wolfgang Bleicher. Wer Interesse an der Arbeit hat, kann sich bei Weichold melden, am einfachsten unter freibadkasse.ammerbuch@email.de. Die ersten zehn Interessenten hat er schon, bei 20 würde es auf jeden Fall reichen.
Boccia-Bahn und
Beach-Volleyball
Andere Gruppen wollen mit Einzelaktionen eingreifen, um mehr Besucher in das idyllisch inmitten von Obstbaumwiesen gelegene Bad zu locken. Insbesondere sollen der Platz vor den Umkleidekabinen und das direkte Umfeld des Kiosks verändert und attraktiver gemacht werden. Jörg Beirer sucht für Samstag, 25. Februar, Leute mit Sägen und Gartenscheren, um die Böschung dort auszulichten.
Charly Diether braucht Helfer, die einen neuen Sitzplatz vor dem Kiosk einrichten. Der etwas versteckte, bisherige Platz für Tische und Stühle könnte nämlich als Zugang für eine Rampe zum Kleinkinder-Bereich genutzt werden. Beirer schwebt auch der Bau einer Boccia-Bahn vor. Der Ammerbucher Jugendgemeinderat überlegt sich, wie das Gremium Leute für Bau und Pflege eines Beach-Volleyball-Feldes findet.
Dann gibt es noch einen Kreis von Ehrenamtlichen, der sich um Spenden, Sponsoren und die Außenwirkung des Bades kümmern will. Der sucht nach Plätzen im Bad, an denen sich „Firmen verewigen können“, wie Ursula Schmitz sagte. Die Innenseite der Spinde in den Umkleiden wäre zum Beispiel ein dezenter Platz, Sonnenschirme oder die Boule-Bahn kämen ebenfalls als Werbeflächen in Betracht.
Um einen freiwilligen zusätzlichen Obolus fürs Entringer Freibad sollen auch Dauerkartenbesitzer angegangen werden. Die Vielschwimmer sollen beim Kauf der Karte einen Brief bekommen, der freundlich zum Spenden auffordert.