Ob Hundekot auf den Schuhen, laute Handys, kreischendes Gelächter oder einfach Leute, die ständig im Weg stehen: Immer wieder findet man etwas, das einem die Stimmung vermiesen kann.
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Imane Outaggarts, 22
1. Freitagabend – ein Gefühl der Freiheit. Eine anstrengende Woche ist vorbei. Erholung ist vorgeplant. Von wegen: So manch’ einer hat schlaflose Nächte an Wochenenden, aber häufig nicht aufgrund der eigenen Partystimmung. Viele werden durch laute Rufe, kreischendes Gelächter, unsinnige Gesänge, Bierflaschenrollen und durch das Geräusch von tausend Scherben wach gehalten.
2. Jugendliche, die der Meinung sind, sie wären der „Burner“. Sie sind laut, werfen mit Beleidigungen um sich herum, setzen sich auf die hinterste Bank im Bus, drehen ihr I-Phone laut auf und nehmen überhaupt keine Rücksicht auf weitere Fahrgäste.
3. „Joo, was geht Alda, is voll krass, ey!“ Goethe schrieb einst: „Ich hör‘ es gerne, wenn die Jugend plappert: Das Neue klingt. Das Alte klappert.“ Ob er auch heute der Meinung wäre, steht in den Sternen.
4. Jeder leistet sich einmal einen Fehltritt – im wahrsten Sinne des Wortes. Ein kleiner Spaziergang im Park, die Vögel zwitschern, die erfrischende Luft und ...igitt! Was ist das denn für ein Gestank? Mein Vorschlag: Zögert nicht allzu lange und werft einen Blick unter euer Schuhwerk. Glückwunsch: Hundekot.
5. Eine weitere ekelhafte Angelegenheit: Ein genauer Blick auf den Gehweg, schon muss man seinen Würgereiz unterdrücken. Bei jedem zweiten Schritt liegt eine Spuckspur auf dem Boden. Häufig findet man auch frisch ausgespuckte Kaugummis in allerlei Farben. Das könnte man fast schon als Kunst bezeichnen. Tatsächlich sieht der Gehweg innerhalb kürzester Zeit richtig hässlich aus. Für diejenigen, die sich angesprochen fühlen: Bitte lasst das sein!
6. Ein Grauen, wie man es häufig im Bahnhof erlebt, erst recht dann, wenn man noch wenige Minuten hat, um den Zug zu bekommen: trödelnde Menschen überall. Die Einen treffen die langersehnten Freunde, Lebensgeschichten werden ausgetauscht. Dummerweise mitten im Weg. Andere wiederum schleppen gemütlich ihren überdimensionalen Koffer, sodass kaum Platz zum Überholen übrig bleibt. Auch einige Hundebesitzer bleiben von der Kritik nicht verschont, nämlich die, die ihre Hundeleine nicht straff genug halten können, sodass zwischen dem Besitzer und dem Zwergpudel, dem Chihuahua oder Mops ein Abstand von mindestens drei Metern klafft. Einmal nicht aufzupassen kann fatale Folgen haben.
7. Die deutsche Lebensweisheit „Alt werden will jeder, älter werden niemand“ erklärt sich im Umgang mit Senioren in einem vollen Bus. Der Seniorenplatz wird von der jungen Meute knallhart besetzt. Ältere Menschen, die zurückhaltend und schüchtern sind und nicht auf ihr Recht bestehen, bleiben unsichtbar und müssen stehen. Für die Älteren gilt daher: Wehrt euch und besteht auf euer Recht! Für die junge Generation hingegen gilt: Werft ab und zu einen Blick in die Runde und gebt, wenn es nötig ist, euren Platz ab!
Fazit: Natürlich ist es viel leichter die Fehler anderer zu erkennen. Aber kein Mensch ist fehlerlos! Wichtig ist nur, die eigenen Fehler zu erkennen und daran zu arbeiten!