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Ahhh, wo ist mein Handy?

Jugendliche und das mobile Telefonieren

Vermutlich jeder kennt die kurze Panikattacke, wenn man glaubt, sein Handy verloren zu haben, weil man es einen kurzen Moment lang nicht finden kann. Aber warum ist heutzutage ein verlorenes Handy Grund zur Panik? Ist das gut so? Jugendliche und ihr Handy: Wer keins hat, lebt wie im Exil.

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Artikelbild: Rassismus ist Alltag

So scheint es jedenfalls. Genau wegen dieses Glaubens tragen alle ihr Mobiltelefon immer mit sich herum, schreiben SMS oder telefonieren. So ist es auch mit gewissen Social Networks, die auf demselben Prinzip aufbauen. Wenn man sich einmal überlegt, welchen Stellenwert zum Beispiel Facebook inzwischen hat, ist dies erschreckend. Den meisten erscheint es vermutlich fast schon wie ein Reflex. Man wacht morgens durch den Handywecker auf und wirft bei der Gelegenheit gleich mal einen Blick darauf. Man geht aus dem Haus und zückt den MP3-Player. Man kommt mittags von der Schule zurück und macht den Computer an, um wie gewohnt zu spielen oder sofort die neuesten Nachrichten im sozialen Netzwerk zu checken – man könnte ja ansonsten was verpassen. Und zu guter Letzt schmeißt man noch den Fernseher für das abendliche Programm an. Den ganzen Tag ist man immer wieder am simsen. So geht es Tag für Tag.

Dieses Beispiel eines normalen Schüler-Alltags zeigt, wie sehr wir auf elektronische Kommunikations- und Unterhaltungsmedien fixiert sind. Aber all dies scheint normal, da es ja immerhin fast alle so machen. Das ist das Problem. Es besteht eine Abhängigkeit, die in ihrem Ausmaß mit keiner anderen vergleichbar erscheint.

In unserer Generation ist diese Abhängigkeit unausweichlich, und das ist traurig. Wenn wir irgendwann nur noch über andere Hilfsmittel kommunizieren, statt uns gegenüber zu stehen und uns zu unterhalten, steuern wir auf eine Gesellschaft zu, an die wir nicht einmal denken wollen. Aber um dies zu verhindern, müssten wir Menschen in unserer technischen Entwicklung Rückschritte machen, was inzwischen unmöglich ist. Wir sind schon zu tief drin, um die Abhängigkeit bekämpfen zu können. Laura Neusser, 17

17.01.2012 - 08:30 Uhr

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